etampa, ein Unternehmen im Folgeverbund
Beim Stanzen und beim Feinschneiden entstehen im Komplett-Schnitt oder mittels Folgeverbund-Technologie Stanz- und Feinschneideteile, deren Werkzeuge viele unterschiedliche Arbeitsschritte beinhalten und höchst präzise aufeinander abgestimmt sind. Höchst präzise aufeinander abgestimmt sind auch die einzelnen Schritte in der etampa Prozesskette. Mit anderen Worten: etampa selbst muss gewissermaßen von der ersten Zeichnung bis zum Abtransport der fertigen Teile durch die Spedition wie im Folgeverbund funktionieren, damit am Ende das Ergebnis stimmt.

Machbarkeit, Plausibilität und Produktivität
Am Anfang eines Neuprojektes steht immer eine Zeichnung, in einem unterschiedlich frühen oder späten Produkt- oder Teile-Planungsstadium. Viele Kunden legen großen Wert auf das aktive Co-Engineering von etampa: sie schätzen die Expertise und den technischen Input vor allem deshalb, weil Produktionen optimal und zeitnah realisierbar sind. Dazu müssen seitens etampa Anforderungen und Funktionsweise der zu fertigenden Teile genauestens verstanden sein, erst dann können Funktionstoleranzen und Prüfvorschriften festgelegt werden. Ein gemeinsam erarbeitetes, stanzoptimiertes Design hat einen nachhaltigen Einfluss auf Werkzeugkonzeption, Nachschleifzyklen und auf die Lebensdauer der Werkzeuge. etampa sagt seinen Kunden, wenn sich durch geringfügige Veränderungen an der ursprünglichen Teileplanung die Produktivität deutlich erhöhen würde. Wenn durch veränderte Toleranzen oder Materialien günstiger produziert werden könnte. Oder wenn der Materialverbrauch erheblich geringer würde, weil der Stanzstreifen optimiert werden kann.

Präzision im Werkzeugbau
Ist die Konstruktionszeichnung angefertigt, von allen Seiten abgenickt und die Produktion für machbar erklärt, ist der nächste Schritt der Werkzeugbau. Der Neubau von Werkzeugen beginnt mit der Werkzeugbesprechung. Bei den Werkzeugen sind nicht nur ihre Auslegung und die hochpräzise Bauweise entscheidend; wichtig ist auch, dass sie so konstruiert werden, dass die Werkzeuge ihrer Beanspruchung und den zu fertigenden Mengen jederzeit gerecht werden. Bei sehr komplexen Anwendungen kombinieren etampa-Werkzeuge daher oftmals mehrere Schritte in einem. Besonderer Wert gelegt wird dabei auf minimale Werkzeuglängen und auf Hartmetall- oder High-End Beschichtungen an den Schneidelementen. Je nach Produktionsvolumen arbeiten wir mit Mehrfach-Kavitätenwerkzeugen, mit modularen Werkzeugen oder mit Schnellwechsel-Systemen. Auch Pflege und Unterhalt der Werkzeuge sind wichtig; intelligente Wartungskonzepte stellen eine stets gleichbleibende Qualität sicher. Eine jederzeit höchste Einsatzbereitschaft und Verschleißfestigkeit sind dabei ebenso erklärtes Ziel wie eine lange Lebensdauer und lange Wartungsintervalle.

Feinschneiden
Die Produktionsprozesse sowohl beim Feinschneiden als auch beim Stanzen sind hoch präzise. Beim Feinschneiden werden mit den bei etampa eingesetzten Feinschneidpressen bei einer Presskraft von 40 bis 250 Tonnen äußerst rechtwinklige Schnitte und Glattschnittanteile von bis zu 100% erzielt. Aufgrund der hohen Form- und Maßgenauigkeit können weitere Bearbeitungsschritte wie beispielsweise das Entgraten oder Schleifen teilweise komplett entfallen. Dank neuester Pressen-Generation auf Basis der Servotechnologie können in einem Hub verschiedene Geschwindigkeiten gefahren werden. Daraus resultiert eine signifikant höhere Ausbringungsleistung bei gleichbleibender Qualität und damit eine deutlich bessere Wirtschaftlichkeit.

Stanzen
Auch beim Stanzen sorgt die neueste Servotechnologie in den von etampa eingesetzten Stanzautomaten und Schnellläuferpressen für eine optimale Umsetzung der Pressleistung. Im Vergleich zu herkömmlichen Antriebssystemen lässt sich die Fertigungspräzision entweder mit einer höheren Ausbringung kombinieren oder, bei gleicher Ausbringungsleistung, die Präzision der gefertigten Teile weiter erhöhen. Je nach Geometrie und Beschaffenheit der Stanzteile ist eine Steigerung des Outputs um bis zu 50 Prozent eine realistische Zielgröße.

Materialdicke und Werkstoffe
Beim Feinschneiden können Materialdicken von 0,5 bis 6 mm verarbeitet werden, beim Stanzen sind es 0,1 bis 4 mm. Produziert werden die Teile beim Feinschneiden im Komplettschnitt und im Folgeverbund, beim Stanzen dominiert die Folgeverbund-Technologie. In beiden Produktionsprozessen sind die eingesetzten Werkstoffe Stahl und rostfreier Stahl, Buntmetalle, Aluminium und Titan.

Null-Fehler-Strategie im Qualitätsmanagement
Maßgeschneiderte und zertifizierte Qualitätsprozesse, angepasst an die jeweiligen Qualitätssicherungs-Systeme der Kunden, unterstreichen die etampa Null-Fehler-Strategie nachhaltig. Ob zertifizierte Abläufe wie PPAP oder VDA im Bereich Automotive, ob Erstmusterprüfberichte nach Kundenanforderungen oder einfache Messreports: Jedes einzelne Teil verlässt unser Haus in absolut einwandfreiem Zustand.

Zertifizierungen
Das nach ISO/TS 16949 und ISO 9001 zertifizierte Qualitätsmanagement beginnt bei etampa mit der QVP (Qualitäts- Vorausplanung), geht über die Prüfmittelplanung und reicht bis zur statistischen Auswertung von Messwerten. Dabei unterstützt uns eine Infrastruktur, die durch eine effiziente Messmittelverwaltung gewartet ist. Zum Einsatz kommen hier unter anderem optische und taktile CNC-Messmaschinen, Messmikroskope, Dichtheitsprüfanlagen zur hundertprozentigen Kontrolle von Ventilsitzen oder ein modern eingerichtetes Sauberkeitsprüflabor für Restschmutzanalysen. Diverse andere Spezialanlagen wie beispielsweise Konturographen komplettieren die Mess- und Prüfgeräte.

Die Weiterbearbeitung für den letzten Schliff
Nach dem Feinschneiden oder Stanzen ist je nach Zeichnungsanforderung eine Weiterbearbeitung der produzierten Teile erforderlich. Zum Beispiel dann, wenn es um Anforderungen an Härte, Gratfreiheit, Korrosionsschutz, Restschmutz, Rauheit oder Dichtheit geht. Dabei werden im wahrsten Sinne des Wortes Formen vollendet: Die meisten der gefertigten Stanzteile müssen sich einer Entgrat-Operation unterziehen, denn Gräte oder Flitter können Funktionen stören oder, im schlimmsten Fall, auch Leben gefährden. Prozesse wie Gleit- oder Bandschleifen, Bürsten oder chemisches Entgraten garantieren eine bestmögliche Fertigungsqualität. Zusätzlich stehen Technologien wie beispielsweise Kugelpolieren, Diskus- oder Doppelplanschleifen, Elektropolieren oder Flachhonen zur Verfügung. Wärme- und Oberflächenbehandlungen werden jeweils durch zertifizierte etampa Technologiepartner vorgenommen.